Drei
Mäntel im Wind, der böse Vogel und der arme Fisch!
An einem Meer wohnten drei alte Zen-Mönche, die in ihrer spirituellen Entwicklung so weit
fortgeschritten waren, daß in ihrer Umgebung wundersame Dinge geschahen. Wenn sie morgens ihre Meditation beendet hatten und zum
Baden ins Meer gingen, hängten sie ihre
Meditationsmäntel einfach in den Wind. Und die Mäntel blieben im Wind schweben, bis die Mönche
zurückkamen, um sie wieder anzuziehen. Eines Tages, als die drei gerade badeten, beobachteten
sie, wie plötzlich ein großer Seeadler auf das Wasser
herunterstieß, und als er sich wieder in die Lüfte schwang, einen zappelnden Fisch im Schnabel hielt. Der eine Mönch sagte: "Böser Vogel!" Da fiel sein Mantel auf den Sand. Der zweite Mönch sagte: "Armer Fisch!" Da fiel auch sein Mantel zu Boden. Der dritte Mönch sah dem Vogel nach, der mit dem
zappelnden Fisch im Schnabel am Horizont langsam immer kleiner und kleiner wurde und schließlich ganz verschwand. Er schwieg - und sein Mantel blieb im Wind hängen. |
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